Fußball kann manchmal bitter sein

Nach einer eher bescheidenen Trainingswoche musste Grün-Weiß Barkenberg in Dorsten auf der Hardt ran. Auf Wunsch des Gastgebers wurde das Spiel gegen den SV Dorsten-Hardt II auf Freitagabend verlegt. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war gut, nachdem man in der letzten Woche mit einer tollen zweiten Halbzeit viel Selbstvertrauen getankt hat und zeigte, zu was diese Mannschaft imstande ist. “Das Spiel gegen Sythen war, sofern man die erste Halbzeit ein wenig außer Acht lässt, sehr gut. Leider habe ich mich in der ersten Hälfte taktisch verspekuliert. Die gesamte Woche hat es mich noch geärgert, dass wir den verdienten Ausgleich nicht mehr erzielt haben. Aber: Wir haben zwei Spiele hintereinander guten Fußball gespielt”, so der Trainer von Barkenberg.

Die Grünweißen begangen in alt bewährter Aufstellung und starteten sehr gut in die Partie. Die ersten Chancen spielte die Mannschaft um Holger Lehmann prompt heraus, konnte jedoch das so wichtige 0:1 nicht erzielen. Der Gastgeber schien vom Spiel der Barkenberger überrascht und schaffte es kaum aus der eigenen Hälfte. Spielerisch waren die Gäste sehr stark, vergaben aber immer wieder Großchancen und war vor allem vorm Tor nicht kaltschnäuzig genug. Ein Fehler in der Abwehr wurde von den Dorstenern eiskalt bestraft – 1:0. Allerdings ließ sich die Gastmannschaft davon nicht beeindrucken. Man hielt die Köpfe hoch und drückte weiter auf das 1:1. Eine weitere kleine Unachtsamkeit führte anschließend zum 2:0 für Hardt. Es herrschte Sprachlosigkeit, da niemand wirklich wusste, was auf dem Platz passierte. Zum wiederholten mal in dieser Saison lieferten die Jungs vom Midlicher Kamp ein gutes Spiel ab, verpassten es jedoch sich zu belohnen. Noch vor der Halbzeit verkürzte Eugen Sadovskij zum 2:1. Holger Lehmann zur ersten Halbzeit: “Ich wusste gar nicht so richtig, was ich den Jungs vorwerfen soll. Natürlich dürfen uns die Fehler nicht passieren, aber so ist das manchmal im Fußball. Nutzen wir unsere Chancen vorne, steht es bereits zur Halbzeit 2:4 für uns. Spielerisch hat die Mannschaft genau das abgerufen, was ich erwartet habe!”

In der zweiten Halbzeit lief dann so ziemlich alles schief, was nur schieflaufen kann. Barkenberg spielte gut, allerdings schien das Tor wie vernagelt. Dadurch spielten die Grünweiße den Gegner stark, der immer mehr Mut bekam und sich mehr traute. Trotz 20-25 Torschüsse, kein Tor und das wurde natürlich vom Gegner bestraft, sodass es an Ende 5:1 für Hardt stand. Leider waren davon 4 Gegentore den Barkenbergern selbst zuzurechnen, die man durch Fehler herschenkte.

Marc Hinzmann äußerte sich am Freitag wie folgt: “Ärgerlich so ein Spiel zu verlieren. Du bist klar die bessere Mannschaft und schenkst dem Gegner vier Tore. Dennoch haben wir nun im dritten Spiel in Folge eine gute spielerische Leistung gezeigt. Die Ergebnisse kommen zwangsläufig, wenn wir so weitermachen. Wenn man von Entwicklung spricht, darf nicht nur auf Ergebnisse geschaut werden. Diese sind nicht immer aussagekräftig.” Auch Swen Coralic konnte es nicht fassen: “Fußball kann manchmal bitter sein! Machen wir das erste Tor, sehen wir ein ganz anderes Spiel. Wichtig ist, dass wir jetzt nicht den Mut und unser Selbstvertrauen verlieren. Ich sehe eine wirklich positive Entwicklung in der Mannschaft und das wird sich auch bald zeigen. Wir dürfen nur die Geduld nicht verlieren und müssen konzentriert weiter arbeiten.”

Alles in allem eine ärgerliche Niederlage. In Barkenberg muss man jetzt einen kühlen Kopf bewahren und noch härter Arbeiten. Die Disziplin und die Entwicklung einzelner Spieler zeigt sich deutlich positiv. Wenn man spielerisch weiterhin so bestimmt auftritt und ein wenig an der Chancenverwertung arbeitet, stellen sie die Ergebnisse mit der Zeit ein. Die Mannschaft befindet sich im Umbruch und dafür benötigt man vor allem eins: Zeit!

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